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2. Therapie des Schweinehundproblems

2. Therapie des Problems „Innerer Schweinehund“ http://file1.npage.de/002822/42/bilder/panther.jpg

In den gängigen Ratgebern zum Schweinehundproblem wird das Problem als ein unkontrolliert triebhaftes verstanden. Es ginge um „Trägheit, Bequemlichkeit und Rastlosigkeit“. Dagegen wird dann versucht, das ICH als Kapitän im eigenen Haus gegen das Triebhafte und das Schuldhafte zu stärken, indem man „einen Vertrag mit sich selbst schließen soll“ und „sich seine eigene Motivationssprache“ schaffen solle.
Dagegen ist einerseits natürlich nichts einzuwenden, wenn nicht die ganzen Ratschläge von „achte auf deine Gedanken“ und „setze realistische Ziele“ genauso kontrolliert wie langweilig und lustfrei klingen.
Einzig der Rat einer Fitnesscoachin, sein Ziel „mit Leidenschaft“ zu verfolgen verweist auch auf eine andere emotionale Dynamik, das Problem anzugehen.
In Teil eins habe ich versucht aufzuzeigen, dass die Überwindung des Schweinhundproblems insofern falsch ausgelegt wurde, als ginge es darum, sich gleichzeitig zu motivieren und sich vom Triebhaften zu distanzieren. Ich soll mich also irgendwie quälen, aber das reizvolle, spannende, natürlich auch durchaus gefährliche an der Jagd dem Schweinehund überlassen. Je mehr Kontrolle wir einfordern, um so mehr entfernen wir uns aber vom aggressiven Spaßfaktor des Jagens. Es geht in diesem Sinne eben nicht darum, brav seine Aufgaben zu erfüllen und abzunehmen und was für die Gesundheit zu tun. Sondern es geht darum, gesund-eigensinnige Visionen zu verfolgen. Warum will ich abnehmen? Dass man mich nicht immer so mitleidig angeguckt? Sicherlich. Aber Pfeffer bekommt die Motivation doch dann erst, wenn ich sage, dass ich den Kopf auf der Straße hochtragen will und allen, die mir blöd kommen, in den Hintern treten möchte. Damit wird das Vorhaben natürlich auch unbequem für die Umwelt, ich beginne meinen Weg zu gehen und mich aus sozialen Zwängen zu befreien. Es muss ein gewisses Jagdfieber entstehen, mit eigener Händen Kraft die Sau zu jagen. Sonst erstirbt jede gut gemeinte Motivationsstruktur in inhaltsleerer Anpassung.
Und sicherlich liegt hier eine der entscheidensten Hürden, indem ich den Neinsagern und Runterziehern in mir und im Umfeld widerstehen muss. Ich werde ein paar Alltagsregeln brechen müssen und verstärkt lernen, auf mich selbst zu hören, ohne egozentrisch zu werden. Es geht also zusammengefasst darum, eine coole Sau zu werden.

Die 6 Motivationsregeln eines Muli-Erfolgreichen Menschen wie Arnold Schwarzenegger mögen das Vorhergesagte zum Schluss noch einmal – wenn auch recht amerikanisch – illustrieren:              https://www.youtube.com/watch?v=EyhOmBPtGNM

1. Trust Yourself
2. Break some Rules
3. Don´t be afraid to fail
4. Ingnore the Naysayers
5. Work like hell
6. Give something back